Finanzberater

Ein Finanzberater ist eine Person, die Verbrauchern oder Unternehmen bei der Planung und Verwaltung ihrer Finanzen beratend zur Seite steht. Er hilft bei der Auswahl von Finanzprodukten wie zum Beispiel Versicherungen, Investments oder Krediten und berät bei der Gestaltung von Finanzplänen und -strategien.

Finanzberater können in verschiedenen Bereichen tätig sein, wie zum Beispiel im Kreditwesen, im Versicherungswesen, im Vermögensaufbau oder im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge. Sie können in Banken, Versicherungen oder als freie Berater tätig sein.

 

Beratung #

 

Ein Endverbraucher könnte in folgenden Situationen einen Finanzberater hinzuziehen:

  1. Wenn er sich unsicher ist, wie er seine Finanzen am besten planen und verwalten soll: Ein Finanzberater kann dabei helfen, eine Finanzstrategie zu entwickeln, die auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Endverbrauchers abgestimmt ist.
  2. Wenn er spezielle finanzielle Fragen hat: Ein Finanzberater kann bei der Klärung von Finanzierungsfragen, bei der Suche nach Krediten oder bei der Auswahl von Finanzprodukten wie Versicherungen oder Investments behilflich sein.
  3. Wenn er sich über seine Finanzierungsmöglichkeiten informieren möchte: Ein Finanzberater kann dem Endverbraucher verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigen und ihm bei der Auswahl der für ihn am besten geeigneten Option helfen.
  4. Wenn er seine Finanzen neu ordnen möchte: Zum Beispiel nach einer Scheidung oder dem Verkauf eines Unternehmens. Ein Finanzberater kann dabei helfen, die Finanzen neu zu strukturieren und einen neuen Finanzplan zu erstellen.
  5. Wenn er sich über seine Renten- oder Vorsorgeoptionen informieren möchte: Ein Finanzberater kann dem Endverbraucher verschiedene Optionen aufzeigen und ihm bei der Auswahl der für ihn am besten geeigneten Vorsorgeprodukte helfen.

 

Vergütung eines Finanzberaters #

 

Die zwei Arten der Vergütung von Finanzberatern sind die Provisionsbasis und die Honorarbasis.

Provisionsbasis

Bei der Provisionsbasis erhält der Berater eine Provision für jedes von ihm vermittelte Finanzprodukt. Dies bedeutet, dass seine Vergütung von den Verkäufen abhängt, die er tätigt. Dies kann für den Berater ein Anreiz sein, möglichst viele Finanzprodukte zu verkaufen, um seine Provisionen zu maximieren. Allerdings kann dies dazu führen, dass der Berater nicht immer das beste Produkt für den Kunden empfiehlt, sondern dasjenige, das ihm die höchste Provision einbringt.

Honorarbasis

Bei der Honorarbasis wird der Berater direkt von seinen Kunden bezahlt, meist in Form von Stundensätzen oder Pauschalbeträgen. Dies bedeutet, dass seine Vergütung nicht von den Verkäufen abhängt, sondern von der Beratungsleistung, die er erbringt. Dadurch kann der Berater objektivere Beratung anbieten und sich weniger von Provisionen leiten lassen. Allerdings kann es für den Endverbraucher teurer sein, einen Berater auf Honorarbasis zu bezahlen, da er direkt für die Beratungsleistung bezahlen muss.

 

Regulierung von Finanzberatern #

 

In Deutschland unterstehen Finanzberater verschiedenen Regulierungen, abhängig von ihrem Tätigkeitsbereich.

Im Kreditwesen unterstehen Kreditvermittler oder -berater der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Diese Aufsicht umfasst auch Finanzberater, die Verbraucherkredite, Immobilienkredite oder Kredite für Unternehmen vermitteln.

Im Versicherungswesen unterstehen Versicherungsmakler oder -berater ebenfalls der Aufsicht der BaFin. Diese Aufsicht umfasst auch Finanzberater, die Verbraucher bei der Auswahl von Versicherungen beraten.

Wenn ein Finanzberater im Vermögensaufbau tätig ist, beispielsweise als Vermögensberater oder -verwalter, untersteht er der Aufsicht der Deutschen Securities and Markets Authority (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz – DSW). Diese Aufsicht umfasst auch Finanzberater, die Verbrauchern bei der Auswahl von Investments oder bei der Verwaltung von Vermögen beraten.

Wenn ein Finanzberater im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge tätig ist, untersteht er der Aufsicht der BaFin. Dies gilt auch für Finanzberater, die Verbrauchern bei der Auswahl von Vorsorgeprodukten für die betriebliche Altersvorsorge beraten.

Es ist wichtig, dass Finanzberater sich an die Regulierungen und Vorschriften halten, die für ihre Tätigkeit gelten, um sicherzustellen, dass sie ihren Kunden objektive und verantwortungsvolle Beratung anbieten.