Beleihungswertverfahren

Das Beleihungswertverfahren ist ein Bewertungsverfahren, das zur Bestimmung des Wertes von Immobilien verwendet wird, wenn diese als Sicherheit für eine Kreditaufnahme dienen sollen. Es wird häufig von Banken und anderen Kreditinstituten verwendet, um den Wert von Immobilien zu bestimmen, die als Sicherheit für einen Kredit verpfändet werden.

Beleihungswertermittlung #

Beim Beleihungswertverfahren wird der Wert einer Immobilie anhand des möglichen Verkaufserlöses bestimmt, der im Falle einer Zwangsvollstreckung erzielt werden könnte. Dazu wird der Verkaufspreis für vergleichbare Immobilien auf dem Markt ermittelt und dann durch einen geeigneten Abschlagsfaktor reduziert, um die Risiken und Unwägbarkeiten zu berücksichtigen, die mit einem Zwangsvollstreckungsverfahren verbunden sind. Der resultierende Wert ist der Beleihungswert der Immobilie.

 

Vorteile des Beleihungswertverfahren #

 

Das Beleihungswertverfahren hat einige Vorteile gegenüber anderen Bewertungsverfahren:

  1. Es berücksichtigt den aktuellen Immobilienmarkt: Das Beleihungswertverfahren berücksichtigt den aktuellen Immobilienmarkt und die Preise, die für vergleichbare Immobilien auf dem Markt gezahlt werden. Dadurch kann es eine realistische und aktuelle Einschätzung des Wertes einer Immobilie liefern.
  2. Es ist nachvollziehbar und transparent: Das Beleihungswertverfahren basiert auf der Annahme, dass der Wert einer Immobilie dem möglichen Verkaufserlös entspricht, der im Falle einer Zwangsvollstreckung erzielt werden könnte. Diese Annahme ist leicht verständlich und nachvollziehbar, was das Verfahren für viele Kreditinstitute attraktiv macht.
  3. Es ist schnell und kostengünstig: Das Beleihungswertverfahren ist in der Regel schnell und kostengünstig durchzuführen, da es in der Regel keine detaillierten Berechnungen oder Prognosen erfordert.

 

Einfluss auf Kreditgewährung #

 

Das Beleihungswertverfahren hat einen direkten Einfluss auf die Gewährung eines Kredits, da es den Wert der Immobilie bestimmt, die als Sicherheit für den Kredit verpfändet wird. Der Beleihungswert gibt an, wie viel Geld im Falle einer Zwangsvollstreckung der Immobilie erzielt werden könnte. Dieser Wert wird dann mit der Höhe des gewünschten Kredits verglichen und dient der Bank als Orientierung, um zu entscheiden, ob sie den Kredit gewährt oder nicht.

Wenn der Beleihungswert der Immobilie höher ist als der gewünschte Kreditbetrag, ist es wahrscheinlicher, dass die Bank den Kredit gewährt. Wenn der Beleihungswert jedoch niedriger ist als der gewünschte Kreditbetrag, ist es wahrscheinlicher, dass die Bank den Kredit ablehnt oder nur zu einem geringeren Betrag gewährt. In solchen Fällen könnte es notwendig sein, den Kreditbetrag zu reduzieren oder zusätzliche Sicherheiten zu stellen, um die Gewährung des Kredits zu ermöglichen.